Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Samstag, 29. August 1998

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Kirche geht in die Offensive

«Nicht nur Ja und Amen» - ein Informationsabend der Katholiken

Wie ist die katholische Kirche in Romanshorn organisiert, wohin fliessen die Steuern und was soll Kirchbürger in der Gemeinde halten? Um Unsicherheiten zu beseitigen, ging die Vorsteherschaft in die Offensive und schuf Klarheit.

David Notter

«Nicht nur Ja und Amen», titelte die Kirchenvorsteherschaft die Einladung zu diesem Informationsabend, der «für all jene besonders interessant sein dürfte, die eigentlich schon immer mal wissen wollten, warum dies oder jenes in unserer Ortskirche so oder so ist, und die vielleicht auch mit dem Gedanken spielen, aus der Kirche auszutreten».
Man habe bewusst provokativ getitelt, erklärte Gemeindeleiterin Gabi Zimmermann zu Beginn des Abends, «die Lage ist bei uns aber noch nicht so dramatisch wie andernorts». Acht Austritte und drei Eintritte seien im vergangenen Jahr verzeichnet worden, eine einmalige Spitze habe die Statistik 1991 erreicht, als insgesamt 101 Personen aus der Kirchgemeinde Romanshorn ausgetreten seien - damals in den meisten Fällen wegen der Bewegung um Kuhn in Dozwil.

Organisationsstruktur

Sinn und Zweck dieses Anlasses am Donnerstag war in erster Linie die Information über die Organisation der Staatskirche. Vorsteherschafts-Präsident Karl Fässler verglich die staatskirchliche Organisationsstruktur mit den staatspolitischen Organen. Die Kirchenvorsteherschaft sei mit dem Gemeinderat gleichzusetzen, die Synode entspreche dem Grossen Rat und der Kirchenrat sei dem Regierungsrat ähnlich. Die Aufgaben der Kirchenvorsteherschaft sind vorwiegend verwaltungstechnischer Natur: Gemeindeversammlungen, Urnenabstimmungen und Ersatzwahlen organisieren, Mitarbeiter anstellen, Liegenschaften unterhalten und den Religionsunterricht betreuen. «Alles, was darüber hinaus geht, ist Sache der Pfarrei, des Pfarreirates und der Seelsorge», so Karl Fässler.Der Pfarreirat seinerseits, so erklärte Florian Sutter, stehe im Dienst der Seelsorge. Gearbeitet werde in Gruppen, zusammengetragen wird an 5 bis 6 Vollversammlungen pro Jahr. Die Mitglieder des Pfarreirates agierten bisher ohne festes Mandat. Neu sollen sie jedoch auf vier Jahre hinaus gewählt werden. Ziel sind 20 Mitglieder und zwei Seelsorger.

Kein Steuerfranken nach Rom

Zur Verteilung der Steuern konnte an diesem Abend Peter Plattner, Präsident des Katholischen Kirchenrates TG, Auskunft geben. Aus den 25 Mio Franken Einnahmen im ganzen Kanton (Steuern und Spenden) bleiben ganze 20 Mio in den Gemeinden. 5 Mio fliessen in die Landeskirche, die Bistumskasse und in gesamtschweizerische Projekte. Nach Rom fliesst kein einziger Steuerfranken.

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