Katholische Pfarrei Romanshorn
Details zu den einzelnen Fotos? - Klicken Sie darauf!
Pfarramt+Kontakt+Adressen Pfarramt + Kontakt + AdressenSitemap SitemapImpressum Impressum

Archiv des St. Galler Tagblatts vom Donnerstag, 15. Juli 1999

Zum Medienspiegel / Zum Originalartikel

Christsein ist eine coole Sache»

Jugendwoche zum Thema «Why me?» auf der Seeparkwiese - Interview mit Hartmut Burghoff

Wer steht hinter dieser christlichen Jugendwoche?

Hartmut Burghoff: Die Initiative kommt aus verschiedenen Kirchen und Freikirchen. Zum Trägerkreis gehören die evangelisch-methodistische Kirche, das Christuszentrum (Pfingstgemeinde) und die Chrischona-Gemeinde. Das Ganze geschieht im Rahmen der evangelischen Allianz - das ist kein kirchlicher Zusammenschluss, sondern eine Form der Zusammenarbeit von Pfarrern, Predigern und Laien aus verschiedenen Kirchen, der auch Gabi Zimmermann, Gemeindeleiterin der katholischen Pfarrei, oder der evangelische Pfarrer Harald Greve angehören.

Die evangelische Kirchgemeinde ist demnach auch im Trägerkreis vertreten?

Burghoff: Das stimmt so nicht. Man hat den Anlass auf ein breites Fundament zu stellen versucht. Offiziell ist die evangelische Kirchgemeinde nicht mit dabei, aber einzelne Verantwortliche wirken auf privater Basis im Trägerkreis mit. Das soll ausdrücken, dass wir als Christen verschiedener Denominationen am Ort über den Kantönligeist hinweg gemeinsam Akzente setzen möchten.

Greifen wir eine Freikirche heraus: Was muss ich mir beispielsweise unter der Chrischona-Gemeinde Romanshorn vorstellen?

Burghoff: Der Gemeinde gehören rund 140 Erwachsene an. Wir wollen familienfreundlich sein. An den Gottesdiensten sind jeweils rund 170 Erwachsene und 50 Kinder vertreten. Ein Schwerpunkt nebst den Gottesdiensten sind die rund 30 Kleingruppen und Hauskreise in der Region.

Zurück zum Thema: Was geschieht während dieser Jugendwoche?

Burghoff: Die Jugendwoche wird am Sonntag, 22. August, mit einem grossen Allianz-Gottesdienst im Festzelt mit 400 Sitzplätzen auf der Seeparkwiese eröffnet. Der Studenten- und Jugendpfarrer Fredy Staub, er war schon an der Jugendwoche 1993 dabei, wird seine Predigt unter das Thema «Die Woche Bengel - am Sonntag Engel!» stellen. Verschiedene Gemeinden lassen ihren Gottesdienst ausfallen und setzen damit ein Signal der Solidarität.

Das allein empfinde ich noch nicht als jugendgerecht.

Burghoff: An den Abenden läuft ein jugendgerechtes Programm. Christsein an der Schwelle zum dritten Jahrtausend ist eine coole Sache: das ist die Hauptaussage. Jesus Christus ist Lebensbegleiter und Freund. Wir wollen bewusst machen, dass es wichtig ist, die Impulse aus der Bibel nicht in den Wind zu schreiben, sondern sie als Motto für das eigene Leben zu nehmen. Wir wollen junge Menschen aus der Region motivieren, das Christsein zu entdecken.

Und wenn jemand der Kirche kritisch gegenübersteht?

Burghoff: Wir möchten auch Denkanstösse für junge Leute vermitteln, die eine kritische Haltung einnehmen. Wir wollen niemanden mit Gewalt bekehren, aber doch darauf hinwirken, dass junge Menschen Jesus ihr Vertrauen schenken. Die Kirchenzugehörigkeit ist dabei unwichtig: Nicht die Institution soll im Vordergrund stehen, sondern die Person Jesus Christus. Wichtig ist die Erkenntnis: Was uns eint, ist mehr als das, was uns trennt - der Glaube an Jesus, der Glaube an Bibel und Heilige Schrift und der Versuch, zu leben, was hier aufgeschrieben ist. Im Zuge der Erlebnisgesellschaft wollen wir zeigen, dass sich der Glaube leben lässt.

Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

Burghoff: Die 15- bis 25jährigen, die in der kirchlichen Arbeit oft nicht mehr angesprochen werden.

Welche jugendgerechten Angebote gibt es noch während der Jugendwoche?

Burghoff: Musik und Tanz - die Band «Living G» wird auftreten, die Tanzgruppe «Dance 4» mitwirken. Leistungssportler von nationalem und internationalem Bekanntheitsgrad werden als bekennende Christen in Romanshorn mit dabei sein. Interviews mit christlichem Hintergrund werden mit jungen Leuten geführt, unter anderem auch mit dem Hauptdarsteller des Musicals «Mats - warum?», das auf den Unfalltod eines Jugendlichen Bezug nimmt. Eine Ad-hoc-Rockband und Musikgruppe aus verschiedenen Kirchgemeinden werden den gesanglichen Teil bestreiten.

Bleibt es beim Zeltfestival, oder sind auch begleitende Veranstaltungen geplant?

Burghoff: Es wird sportliche Aktivitäten geben, und wir überlegen, ob wir zusätzlich einen sozialen Akzent setzen sollen, zum Beispiel mit einer Seeputzete, als Zeichen dafür, dass hier nicht nur geträumt wird, sondern dass wir mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen.

Welches Budget steht für die Jugendwoche zur Verfügung, und wie wird die Veranstaltung finanziert?

Burghoff: Das Ganze wird durch Spenden von Privatpersonen und von den veranstaltenden Gemeinden finanziert. Wir rechnen mit einem Budget von rund 25 000 Franken. An den Vorträgen am Abend wollen wir keine Kollekten einsammeln.

Wo kann man sich genauer informieren?

Burghoff: Übers Internet auf der Homepage www.why-jesus.ch». Interview: Christoph Zweili

Zum Medienspiegel / Zum Originalartikel

Homepage St. Galler Tagblatt