Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Montag, 3. Januar 2000

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Der die Zeit in Händen hat»

Kirchen begleiten den Jahrtausendwechsel:Mit Wort und Musik ins neue Jahr

Mit einer liturgischen Feier verabschiedete die Evangelische Kirchgemeinde das zu Ende gehende Jahr. Im katholischen Gottesdienst wurde das Jahr 2000 ebenso feierlich begonnen.

markus bÖsch

ROMANSHORN. Zusammen mit dem Salmsacher Kirchenchor gestaltete Pfarrer Daniel Klingenberg in dieser Kirche eine liturgische Feier noch 1999. Er nahm die Menschen mit in die Vergangenheit und in die Zukunft, auf dass sie verschiedene Lebenszeiten nachspüren sollten; mit biblischen Texten, Gebeten und Liedern auf eine besinnliche Reise ihres Lebens: «Freude hat ihre Zeit, genauso wie die Trauer und die Hoffnung. Und die Freude lässt sich nicht aufhalten... Wohl denen, die aufrecht gehen, die gepflanzt sind an Wasserbächen», wie es der erste Psalm ausdrückt. Auch Sterben, Abschied, sich verlieren haben ihre Zeit, zitierte Klingenberg aus dem Predigtbuch, und auch mit Trauer kann man wohl nicht anders umgehen, als sie auszusprechen, sie anzunehmen.

Mit der Hoffnung auf Neues, auf Besseres, auf aufrechtes Gehen legen Christen diese Stationen in die Hände Gottes. Bitten sie auch um Kraft und Vernunft, um alles Leben in und um sich zu schützen, zu bewahren. Auch in zukünftigen Tagen. Jahreswechsel, neues Jahrtausend - Grenzen der Zeit, die überwunden wurden: In ihrer Neujahrspredigt nahm Gabi Zimmermann das Thema «Grenzen» auf.Bis anhin habe gegolten, Grenzen zu überwinden, zu herrschen über Raum und Zeit, über Leben und Tod. Doch Menschen sind nicht Gott, sie irren sich, machen Fehler. Darum, so Zimmermann, seien alle gefordert, umzukehren, wie die Zeitgenossen vonJona, die Leute von Ninive: «Ich glaube, dass es die Herausforderung des nächsten Jahrhunderts sein wird, Grenzen zu akzeptieren. Zu lernen, in einer endlichen Welt zu leben. Das braucht Mut, spirituelle Kraft, genauso wie Grenzen zu überwinden. Die allerbeste Voraussetzung ist die Erfahrung, dass unser Leben ein geschenktes ist. Das, was es gibt, wovon wir leben: Erde, Wasser, Luft, Feuer und die Tiere und die Pflanzen und die Liebe und der Geist und die Seele haben wir nicht geschaffen.»Und als Zusage wurden den Feiernden die letzten Verse des Matthäusevangeliums mitgegeben.

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