Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Dienstag, 27. Juni 2000

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Gemeinsam an den Wind gehen

Romanshorner am 9. Bodensee-Kirchentag in Friedrichshafen

Romanshorner beider Landeskirchen machten sich am 9. Bodensee-Kirchentag in Friedrichshafen auf ein gemeinsames Stück ökumenischen Wegs.

Markus bÖsch

Der Wind weht, wo er will, und miteinander am Wind bleiben: Am Sonntag waren Romanshorns katholische Pfarrei und evangelische Kirchgemeinde ganz nach dem Motto des Bodensee-Kirchentags unterwegs über den See. Der 9. Bodensee-Kirchentag versprach für die Familien, Älteren und Kirchentags-Interessierten ein internationales, grenzüberschreitendes, ökumenisch-buntes Programm.

Reformiert oder katholisch?

Zwischen acht Gottesdiensten hatten sich die Romanshorner zu entscheiden: Frauen-Gottesdienst, Eucharistiefeier, See-, der orthodoxe oder der Jugendgottesdienst, sie hinterliessen starke Eindrücke. «Das Feierabendmahl dauerte zwar etwas lang, doch der Ansatz dieses ökumenischen Mahles überzeugte: Ist das nun reformiert oder katholisch? Schön, dass so etwas möglich ist. Ich spüre, dass es bei zahlreichen Christen eine grosse, ökumenische Offenheit gibt», äusserte sich Gemeindeleiterin Gabi Zimmermann.

Bestärkt im eigenen Tun

Die Atmosphäre des gemeinsamen Ankommens und Feierns und das Erlebnis des gemeinsam zurückgelegten Wegstücks liessen sich zwar erleben, mit nach Hause nehmen aber nur die Ideen und Impulse: Die Wichtigkeit von Musik, von Vielfalt und auch, wie es Franziska Bischof formulierte, «das Gefühl, nicht allein, sondern mit andern zusammen unterwegs zu sein. Das bestärkt mich im eigenen Tun». Wie sie ist Gerda Löw überzeugt, dass es für die Zukunft weiterhin und mehr gilt, gemeinsam auch Kirchliches zu unternehmen. Veranstaltungen, bei denen es einem wohl ist, dabei zu sein. Und es braucht Leitfiguren, die einem mitnehmen. «Mich beeindruckt die Zusammengehörigkeit über Kirchen- und Landesgrenzen hinaus. Seit jeher haben sich die Kirchen für diejenigen Menschen auf der Schattenseite des Lebens eingesetzt und engagiert. Am Podium «Wieviel Ethik braucht die Wirtschaft?», zeigten die Verantwortlichen, dass sie, die Kirchen, auch der Wirtschaft etwas zu sagen haben», erzählte Ernst Lanz auf der Rückfahrt nach Romanshorn.Daniel Bischof bezeichnete die Gedankenanstösse als brauchbar und fühlt sich durch diese Diskussion auch bestärkt, weiterhin an den Werten der Gesellschaft zu arbeiten.

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