Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Dienstag, 27. Juni 2000

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Über Priestermangel beunruhigt

Frauenfeld: Katholische Synode hebt Jugendamt auf Ende 2000 auf

Die Synode beschloss an ihrer Tagung Beiträge im Umfang von 1,6 Mio. Franken an 21 Kirchgemeinden sowie die Auflösung des katholischen Jugendamtes in der bisherigen Form. Zu reden gab auch der Priestermangel.

HEDY ZÜGER

Die katholische Synode tagte in Frauenfeld unter ihrem Präsidenten Herbert Zehnder. Sie wählte als neuen Vizepräsidenten Alois Schwager, Publizist und Journalist; Schwager ist unter anderm Verfasser von «Klosterpolitik des Kantons Thurgau» sowie «400 Jahre Kapuzinerkloster Frauenfeld».

Zentralsteuerfuss bleibt

Die Verwaltungsrechnung der katholischen Landeskirche Thurgau schliesst mit einem Vorschlag von 357 000 Franken. Ein Synodale regte an, der Zentralsteuerfuss sei zu senken, die Landeskirche schaffe Polster, in den Kirchgemeinden wäre man mancherorts um diesen Posten froh. Kirchenpräsident Peter Plattner konterte, der ausserordentliche Steuerertrag habe mit dem Steuersegen in Bottighofen zu tun, man habe ihn aber nicht budgetieren können. Auch habe die Bistumsleitung Wünsche avisiert. Nach einigen Korrekturen wurden die Verwaltungsrechnung und die Rechnung der Gastarbeiterseelsorge, Pensionskasse und Lebensberatung Thurgau angenommen.

Prekäre Personalsituation

Hans Jörg Peter, Schlattingen, behandelte den Rechenschaftsbericht. Namentlich im Dekanat Frauenfeld fehlten jüngere qualifizierte Priester; die Situation sei beunruhigend. Demgegenüber sagte Bischof Kurt Koch, dass er aus eigener Kompetenz keine verheirateten Pfarrer zulassen könne. Er sehe die Entlastung in einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Priestern und Laien.Regionaldekan Erich Häring unterstrich, der Priestermangel sei auf dem Hintergrund der heutigen kirchlichen Gesellschaft zu sehen: «Jetzt sind wir in Westeuropa am Ende der konstantinischen Zeit angekommen, die gesellschaftliche Stützung für das Christentum entfällt mehr und mehr.» Die Bischöfe betrachteten den Zölibat als zur römisch-katholischen Kirche gehörend, der Priesterberuf sei als Berufung zu verstehen.

Mehr Neupriester im Thurgau

Häring erinnerte die Synode daran, «dass es das Personalamt Solothurn mit der Bistumsregion Thurgau gut meint», in den vergangenen fünf Jahren seien 13 Priester neu in den Thurgau gekommen, «das ist viel».Die Vertrauens- und Führungskrise beim Fastenopfer wurde von Gaby Zimmermann, Romanshorn, angesprochen. Keine Bagatellen zwar, doch dieses Werk verdiene weitere Unterstützung.«Rom» bekundet Interesse an der Inventarisation der «Schätze des Glaubens» wie sie im Thurgau organisiert wurde.«Was ist für den Seelsorgerat geplant?», erkundigte sich Irmgard Schönenberger, Arbon. Auf Initiative von Thomas Merz werde im Herbst wieder orientiert, doch habe dieses Gremium nur beratende Funktion, zerstreute der Regionaldekan falsche Vorstellungen.

Reichlich mehr für «Paradies»

22 Kirchgemeinden haben Gesuche für 1,6 Mio. Franken als Beiträge an Bauaufgaben gestellt. 21 von ihnen erhalten insgesamt 1,2 Mio. Franken. «Paradies» gehen aus den Baureserven 200 000 Franken zu. Wunschdenken des Präsidenten: «. . . dass auch die Denkmalpflege ihren zugesagten Betrag rechtzeitig ausbezahlt.»Das katholische Jugendamt wird in heutiger Form aufgelöst. Darüber informierte Karl Fässler, Romanshorn. Der Einsatz für «Frau und Familie» wird weitergeführt. Die Stellenvermittlung geht an Pro Filia Thurgau über. Die bisherige Leiterin des Jugendamtes, Maria Goldinger, durfte auf der Zuschauertribüne den verdienten Dank entgegennehmen.

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