Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Mittwoch, 15. November 2000

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Es lohnt sich, den Weg zu gehen»

Die Romanshorner Organisatoren ziehen Bilanz zur «KreAktivWoche»

In über zwei Dutzend Veranstaltungen in neun Tagen hat Katholisch Romanshorn seine Gläubigen eingeladen, gemeinsam über die Frage «Wohin gehen wir?» nachzudenken. Die Verantwortlichen der ersten «KreAktiv-Woche» sind mit dem Ergebnis der lange vorbereiteten Idee vollauf zufrieden.

MARTIN PREISSER

ROMANSHORN. Befriedigt zeigten sich Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann, Pfarrer Toni Bühlmann und Jugendseelsorgerin Nicole Wiegand bei der Me- dienorientierung nicht nur über die unerwartet hohen Besucherzahlen des über einwöchigen Anlasses, sondern vor allem waren sie auch angetan von der Stimmung des Miteinanders, die bei allen «KreAktiv»-Veranstaltungen herrschte. Eine Mischung aus Alt und Jung, aus Mitmachen und Zuhören, aus Konzert und Vortrag, Gebet und gemeinsames Essen sei ein Markenzeichen dieser neuen Form von Glaubenswoche gewesen, betonte Gaby Zimmermann. Schon bei der Vorbereitung, die sich teilweise über ein ganzes Jahr erstreckte, sind verschiedene Gruppen innerhalb der Pfarrei zusammengekommen, schon bei der Planung entstand ein starkes Wir-Gefühl.

«Wohlwollend bis begeistert»

Während die Samstags- und Sonntagsgottesdienste mit Kinderchor, Gospelchor, Jugend-Band und Projektchor überdurchschnittlich viele auf den katholischen Hügel gelockt hätten, habe man mit den theologischen Vorträgen und Diskussionsrunden eher weniger Interessierte ansprechen können, äusserte sich Toni Bühlmann zu den Besucherzahlen. Über 140 wollten sich das Saujassen nicht entgehen lassen und auch beim gemeinsamen Essen (mit thailändischer, italienischer, Schweizer Küche und Spezialitäten aus Sri Lanka) war der Andrang gross. Die Atmosphäre beschreiben die Veranstalter als «wohlwollend bis begeistert». Viele hätten sich die Zeit für ihre Teilnahme extra genommen, einige Berufstätige hätten für die «KreAktivWoche» Urlaub genommen.Jugendseelsorgerin Nicole Wiegand rief nochmals den Kino-Event in Erinnerung, wo bei speziell auf das Thema «Wohin gehen wir?» ausgerichteten Movies bis zu 80 Jugendliche begrüsst werden konnten. Die Moses-Geschichte im Zeichentrickfilm «Der Prinz von Ägypten» habe in der Kirche ihre Fortsetzung gefunden, als im Kindergottesdienst biblische Geschichte malerisch umgesetzt werden konnte.

Zusätzliche Impulse

Wichtige Impulse kamen auch vom täglichen Begleitprogramm (Gebet, Meditationen und Gesprächsmöglichkeiten). Viele sind den angebotenen «Besinnungsweg» gegangen. Viele Wünsche und Reflexionen sind niedergeschrieben worden. Dieses Botschaften von Gläubigen sollen in der Fastenzeit in der Kirche weiter verwendet werden. Eine generelle Auswertung dieser in Romanshorn erstmaligen Religionswoche soll am 29. November erfolgen. Über 100 Leute haben schon im Vorfeld ein Jahr mit dem Projekt, mit dem Auf und Ab bei der Realisation gelebt. Allein das sei schon
ein schönes Ziel, meinte Gaby Zimmermann. «So ist Kirche möglich» oder «Es lohnt sich, den Weg zu gehen», könnte man Botschaften titeln, die diese Woche vermittelte. «Wir wollen eine offene Pfarrei sein, wir wollen mit anderen unterwegs sein», sagt die Gemeindeleiterin. Gerade dass so vieles selbst gestaltet war und den Menschen nichts Pfannenfertiges vorgesetzt wurde, darin sahen die Organisatoren einen wichtigen Erfolg. Dass die «KreAktivWoche» ein Stück Integrationsarbeit geleistet habe und weiterwirke, war ein Wunsch, den man diesem Projekt am Ende mitgab.

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