Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Dienstag, 18. September 2001

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Staunen wie die Kinder

Katholischer Frauenbund lud zum Elterntag in Romanshorn

Wenn Eltern Geschichten erzählen, verbringen sie Zeit mit ihren Kindern. Die Geschichten werden zu einem emotionalen, sozialen und intellektuellen Wert. 100 Eltern und Kinder kamen zum Elterntag nach Romanshorn.

MARKUS BÖSCH

«Geschichten spielen eine wichtige Rolle im täglichen Leben. Sie bieten Kindern Möglichkeiten der Identifikation, der Hilfe in Problemsituationen. Manchmal wird eine Geschichte zur Bestätigung der eigenen Person, regt die Fantasie an, wird zum Wegweiser oder ist gute Unterhaltung.» Kindergärtnerin und Musiklehrerin Maya Willi-Wannenmacher leitete einen der drei Workshops am Elterntag zum Thema «Geschichten erzählen». Einfache Klang- und Geräuschinstrumente wurden hergestellt, Geschichten so auf unterschiedliche Art gestaltet.

Geborgenheit und Nähe

Für Wannenmacher ist eine Geschichte, die direkt von einer Person erzählt wird, ein soziales und emotionales Erlebnis: «Das Kind erfährt die volle Aufmerksamkeit, es entsteht Geborgenheit und Nähe. Erzähler vermitteln mehr als Unterhaltung und Wissen. Sie bieten Zeit für Gespräche und spüren manchmal auch Ängste, wo sie nicht ausgesprochen werden. Sie bieten aber auch einfach Zeit für ein gutes Gemeinschaftserlebnis. Heute soll auch Mut gemacht werden, einfache Geschichten zu erfinden. Und die müssen nicht perfekt sein.» Katechetin und Heilpädagogin Barbara Friedinger ermutigte die Eltern, den Kindern biblische Geschichten zu erzählen: «Die Bibel spricht von den Erfahrungen, die Menschen mit Gott machten. Kinder brauchen für ihr seelisches Wachstum biblische Geschichten», zeigte sie sich überzeugt.Bei Schauspielerin Annette Kuhn wurde gespielt - mit Sprache und Körper. Kinder und Erwachsene schlüpften in ungewohnte Rollen. Neue Geschichten entstanden, Bewegungen wurden weitergegeben, es wurde gelacht und geklatscht. Geschichten sind immer verschieden, ob sie nun erzählt, gespielt oder gehört werden. Auch biblische Geschichten. «Das gehört mit zur religiösen Elternbildung», sagte Cornelia Gisler-Neff. Sie leitet die gleichnamige, kantonale Arbeitsgruppe des Frauenbundes. «Damit Kinder, die Zukunft unserer Kirche, sich selbst werden können, braucht es Eltern und Bezugspersonen. Sie sollen wahrnehmen, was ihre Kinder sehen und hören, was sie denken und wonach sie fragen. Frauen- und Müttergemeinschaften sollen für die religiöse Elternbildung sensibilisiert werden; und mit Veranstaltungen wollen wir Väter und Mütter direkt unterstützen, wenn sie in dieser wichtigen Zeit des Heranwachsens ihrer Kinder stehen.»

Rückbindung an Gott

Für Ulrike Zimmermann aus Rickenbach hat religiöse Erziehung mit Leben, mit einer Rückbindung an Gott zu tun. Die Theologin ging in ihrem Referat «Hand in Hand mit unseren Kindern auf dem Weg des Glaubens» auf die verschiedenen Lebensalter ein: Ur- und Gottvertrauen, Beten, Geschichten, Eigeninitiative und Gewissen sind da wichtige Stichworte.

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