Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Donnerstag, 27. Dezember 2001

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Wir sind eine grosse Familie»

Stimmungsvolle Weihnachtsfeier für Alleinstehende

Weihnachten ist eine besondere Zeit, speziell für alleinstehende Menschen. Deshalb organisieren die Romanshorner Kirchgemeinden traditionell eine öffentliche Weihnachtsfeier. Dieses Jahr fand sie im katholischen Pfarreiheim statt, zwischen Familien- und Mitternachtsgottesdienst.

Thomas Riesen

Auf den liebevoll und festlich gedeckten Tischen stehen brennende Kerzen. Der geschmückte und ebenfalls mit vielen Kerzen versehene Weihnachtsbaum beleuchtet die Pfarreistube fast so, wie wenn das Licht eingeschaltet wäre. Dieses Bild bietet sich den Gästen, die am Heiligen Abend um etwa viertel vor sieben, vom Apéro kommend, den Saal betreten. Es ist ein feierlicher Moment. Alles wurde mit viel Liebe zum Detail und persönlichem Engagement hergerichtet. Der Aufwand entspricht der Bedeutung und dem Ziel des Abends. Gaby Zimmermann, Pfarreileiterin und Organisatorin: «Weihnachten soll für jeden etwas Besonderes und ein Licht sein.»

«Licht sein füreinander»

«Der Retter ist geboren worden und etwas davon soll heute spürbar sein.» Mit diesen Worten eröffnet Gaby Zimmermann die Weihnachtsfeier. Es sollte ihr letzter Auftritt an diesem Abend sein. Danach bleibt sie im Hintergrund, hilft vor allem in der Küche und überlässt Christoph Sutter die Moderation. Er hat zusammen mit seiner Frau Astrid sowie den Kindern Jasmin (13), Rebekka (12), Yvette (10) und Patricia (8) das Programm für den Abend zusammengestellt. Dabei haben die Kinder massgeblich mitgeplant und tragen selber viel zur Unterhaltung der Gäste bei. Das Programm enthält viel Musik, die Gelegenheit mitzusingen, Dia-Vorträge und eine Lesung. Jeder Gast wird namentlich begrüsst, dann eine Schwimmkerze für ihn angezündet und zu den anderen Kerzen in ein Wasserglas unter dem Weihnachtsbaum gelegt. Zum Schluss der Zeremonie sagt Christoph Sutter: «Zusammen sind wir eine grosse Weihnachtsfamilie.»

Viele Helfer

Die Teilnahme an der öffentlichen Weihnachtsfeier ist für die Gäste gratis. Die Kosten belaufen sich auf rund zwanzig Franken pro Person, rechnet Gaby Zimmermann vor. Die Rechnung wird dieses Jahr von der katholischen Kirchgemeinde übernommen. Dass dieser Beitrag, trotz mehrgängigem Menü und Geschenken, nicht grösser wird, ist dem Engagement vieler, freiwilliger Helferinnen zu verdanken. Die Krippenfiguren wurden von Frauen der Pfarrei hergestellt und haben dieses Jahr Premiere, die Tischdekorationen hat die Kindergartenklasse von Monika Calonder gebastelt und sind ein Geschenk, das die Gäste mit nach Hause nehmen dürfen. Dazu wurden Gaby Zimmermann und ihre Helferinnen grosszügig mit Weihnachtsgebäck beschenkt und für das Essen ist Valborg Wehrle mit ihrer Helferin Hulda Vogel zuständig. Die beiden Frauen kochen ein viergängiges Menü, welches auf einer edlen Speisekarte angekündigt wird. Dieses grosse Engagement aller Helfer ist für Gaby Zimmermann etwas Besonderes an diesem Abend.

Lob von den Gästen

Dieses Jahr nutzen etwa 25 Gäste das Angebot der katholischen und evangelischen Kirchen Romanshorn. Meist sind es ältere Menschen, vor allem verwitwete Frauen. Einige waren zuvor noch nie an einer öffentlichen Weihnachtsfeier, sondern haben bis dahin immer mit der Familie gefeiert. Das gilt auch für Gret Hoegerli: «Mir gefällt es hier sehr gut, es ist so ungezwungen.»Anna Savard, sie ist ebenfalls pensioniert und bereits zum zweiten Mal dabei, fühlt sich wohl: «Es ist immer schöner, Weihnachten in Gesellschaft und nicht alleine zu verbringen. Zudem sollte man ein solches Angebot schätzen, wenn es organisiert wird.»Die längste Anreise hatte Alexander Koschel, ab März der neue Organist der katholischen Kirche. Er lebt in der Nähe von Leipzig und legte rund 700 Kilometer zurück, um mit seiner Familie dabei zu sein und um am zweiten Weihnachtstag in der Romanshorner Kirche zu spielen.

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