Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Freitag, 19. September 1997

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Klima der Hoffnung schaffen

Arbeitsgemeinschaft «Kirche und Umwelt» will Leben mit mehr Stil: Energie-Initiativen vorgestellt

Die ökumenische Arbeitsgemeinschaft «Kirche und Umwelt» will die Umweltproblematik im Kirchenjahr verankern: Der September soll zur Schöpfungszeit werden. Für das diesjährige Thema «Leben mit mehr Stil und weniger Energie» wurde in Romanshorn zu eidgenössischen Energie- und Verkehrsinitiativen informiert.

* markus BÖsch

Die Verantwortung für Gottes Schöpfung wahrnehmen, ist eine der Zielvorgaben, die die Arbeitsgemeinschaft «Kirche und Umwelt» (OeKU) den Menschen und Kirchen nahebringen will. Im Sinn einer nachhaltigen Energiepolitik wurde in Romanshorn von beiden Kirchgemeinden zu einem Informationsabend zu hängigen Energie- und Verkehrsinitiativen eingeladen. Es galt, ein «Klima der Hoffnung» aufzuzeigen.

Energie besteuern

Hans Eigenmann, Konviktleiter an der Kanti Frauenfeld und grüner Politiker, stellte die Tandeminitiative «für eine gesicherte AHV-Energie statt Arbeit besteuern» vor: «Wir wollen mit einer Lenkungsabgabe auf nicht erneuerbare Energien einen ersten Schritt zum Verursacherprinzip, zur Kostenwahrheit ermöglichen. Wenn dazu Energie- mit Sozialpolitik verbunden wird, gelingt es uns, die menschliche Arbeit zu verbilligen. Das heisst, mit der Energieabgabe sollen die Sozialwerke, insbesondere die AHV (teil-)finanziert werden. Und das hat nachhaltigen Einfluss auf die Arbeitsnebenkosten. Diese beiden Initiativen, Flexibilisierung der AHV und Lenkungsabgabe sind systemkonform, marktwirtschaftlich, geradezu ideal. Sogar der Bundesrat anerkennt unterdessen die Notwendigkeit einer ökologischen Steuerreform.»

Solarrappen

In die gleiche Richtung weisen die Umwelt- und Solarinitiativen, die im kommenden Sommer zur Abstimmung gelangen sollen: Während die erstere «das Energiesparen belohnen, Energieverschwender zur Kasse bitten will», soll die Solarinitiative die alternativen Energien fördern.Mit einer geringfügigen Abgabe von höchstens 0,5 Rappen pro KWh könnten bis zu einer Milliarde Franken Förderungsmittel für erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt werden. Neueste Umfragen zeigen zudem, dass beinahe zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung eine Energieabgabe zur Förderung von alternativen Energien befürworten.

Mehr Lebensqualität

Pirgot Zimmermann aus Zürich machte mit den Zielen der sogenannten «Umverkehrsinitiative» bekannt: Vorab junge Menschen setzen sich da ein für ein grundsätzliches Umdenken in der Verkehrspolitik.«Mit der angestrebten Halbierung des motorisierten Strassenverkehrs ist doppelte Lebenslust verbunden. Wir erhalten da die Möglichkeit, über Art und Ausmass der Mobilität zu entscheiden. Nachhaltig, eben ökologisch gestaltet, soll unsere Zukunft sein», erklärte Zimmermann und «Mehr Effizienz, Verlagerung auf die Schiene, Umdenken bei der Raumplanung (damit verbunden kürzere Wege) sowie auch Verzicht als Steigerung der Lebensqualität tragen bei zu einem menschlichen, tragbaren Klima (der Erde).»

Mobil ohne Auto

Brigitte Ladner, Romanshorn und Hannes Stricker, Kesswil, machten bekannt mit der Idee der autofreien Sonntage: Die Unterschriftensammlung für vier Sonntage pro Jahr, die gesamtschweizerisch autofrei sein sollen, läuft noch. Am kommenden Bettag schliesslich wird aufgerufen, Mobilität ohne Auto neu zu erleben. Unterstützt wird diese ostschweizerische Aktion diesmal von verschiedenen Kantonsregierungen und Kirchenräten.

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