Katholische Pfarrei Romanshorn
Details zu den einzelnen Fotos? - Klicken Sie darauf!
Pfarramt+Kontakt+Adressen Pfarramt + Kontakt + AdressenSitemap SitemapImpressum Impressum

Archiv des St. Galler Tagblatts vom Freitag, 19. Juli 2002

Zum Medienspiegel / Zum Originalartikel

Das Interesse galt einzig dem Bargeld

Am Mittwochabend wurde im katholischen Pfarramt und der Pfarrwohnung eingebrochen

Als Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann und Pfarrer Toni Bühlmann am Mittwochabend nach 23 Uhr heimkehrten, bot sich ihnen ein erschreckendes Bild: Im Pfarramt sowie der Pfarrwohnung hatten Einbrecher mit Brecheisen und Beilen gewütet. Sie erbeuteten nur wenig Bargeld.

christa Kamm-sager

Am Mittwochabend kurz vor 19 Uhr verliessen Gaby Zimmermann und Toni Bühlmann die Pfarrwohnung, kurz nach 23 Uhr kehrten sie wieder zurück. In dieser Zeit machten sich Einbrecher im ganzen Gebäude zu schaffen. «Aufgrund der Spurenlage gehen wir von drei Tätern aus», so Ernst Vogelsanger, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Noch bei Tageslicht

Die Täter haben wahrscheinlich noch bei Tageslicht ein Fenster im Untergeschoss eingeschlagen und sind so ins Pfarrhaus eingedrungen. Sie sind dann im Gebäude und über das Flachdach in praktisch sämtliche Räume gelangt. «Die Täter müssen sich längere Zeit im Pfarrhaus aufgehalten haben», folgert der Erkennungsdienst aus der Tatsache, dass die meisten Schubladen, Schränke und Türen aufgebrochen wurden. Überall, wo sie auf verschlossene Türen stiessen, haben die Einbrecher diese mit einem Brecheisen oder Beilen aufgebrochen oder aufgewürgt. Dieses Werkzeug entwendeten sie aus dem Gartenhaus und aus der Werkstatt. «Es wurde blinde Gewalt angewendet bei allem was verschlossen war», so Vogelsanger. «Diese brachialen Methoden lassen nicht unbedingt auf professionelle Täter schliessen», folgert die Polizei. Das Interesse der Täterschaft galt lediglich dem Bargeld, wobei sie schliesslich aber nur wenige hundert Franken erbeutete. Der Sachschaden beträgt allerdings einige tausend Franken, wie Polizeisprecher Vogelsanger weiter informiert.

Grosser Schrecken

Gaby Zimmermann und Toni Bühlmann glaubten nach ihrer Heimkehr zuerst, dass sie das Fenster im Sekretariat zu schliessen vergassen und der Wind alle Unterlagen auf dem Boden verstreute. Gross war dann der Schreck, als sich ihnen in sämtlichen Räumen das gleiche Bild der Verwüstung bot. Schubladen waren herausgerissen, sämtliche Kästen in Wohnung und Büros geöffnet und der Inhalt auf dem Boden verstreut. Kleider waren aus den Schränken gerissen und achtlos liegengelassen. «Es war ein unbehagliches Gefühl, nicht zu wissen, ob sich noch jemand im Haus befindet», so Gaby Zimmermann über diesen Schrecken. Der Erkennungsdienst der Kantonspolizei durchsuchte bis 1.30 Uhr sämtliche Behältnisse auf Spuren, welche Hinweise auf die Täterschaft geben könnten. Dabei versicherten sie sich auch, dass keine der zahlreichen Schlüssel fehlten. «Es wurden keine persönlichen Gegenstände gestohlen und bei uns gibt es weder Schmuck, wertvolle Bilder noch viel Bargeld zu holen», so Gaby Zimmermann und Toni Bühlmann. 60 Franken, die offen auf einem Pult lagen, haben die Täter übersehen. Ebenso liessen sie sämtliches Münz liegen. Die beiden Pfarrleute sind sich einig, dass es ein Leichtes ist, in das Pfarrhaus einzudringen, selbst in den oberen Stock. Die Gemeindeleiterin hat sich denn auch in letzter Zeit nicht mehr sicher gefühlt. Auf dem Schlossberg ist offensichtlich ein Treffpunkt für dubiose nächtliche Gestalten, und rund um das Pfarrhaus hat sie in der Nacht schon öfters Personen bemerkt. «Alleine in diesem grossen Haus zu sein war mir schon vor dem Einbruch nicht sehr angenehm», so Zimmermann. Hinzu komme, dass man auf dem Schlossberg eigentlich keine Nachbarschaft habe, was Einbrechern nicht unlieb ist. Personen, die Angaben zur Täterschaft machen können werden gebeten, sich mit dem Kantonspolizeiposten Romanshorn unter 071 466 72 10 in Verbindung zu setzen.

Zum Medienspiegel / Zum Originalartikel

Homepage St. Galler Tagblatt