Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Mittwoch, 26. Februar 2003

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Patientenverfügung bringt Erleichterung

Für die KAB Romanshorn ist der Schutz des Lebens ein wichtiges Anliegen: Neben dem Einsatz für die Menschen in der Dritten Welt, für die Ungeborenen stand am Donnerstagabend das Alter im Mittelpunkt.

Markus Bösch

Angesagt war ein Podiumsgespräch, bei dem sich die Zuhörerinnen und Zuhörer dann rege mitbeteiligten: Die örtliche KAB hatte zu einer Gesprächsrunde eingeladen, in der Pfarrer Toni Bühlmann, Pflegeheimleiter Toni Loser und der praktizierende Arzt Markus Zeller fragten und diskutierten zum Thema «Schutz des Lebens im Alter».

Was heisst gesund ?

Auch wenn es mit der Medizin gelinge, dass Menschen mit Freude (und gesund) älter werden können, sei es für ihn ganz wesentlich, ob ein Patient ja sagen könne, zu seiner Situation - und dies unabhängig von seinem Alter: Stehe ich gut im Leben, sage ich ja zum Leben ? Das sei die Auseinandersetzung, die jeder und jede mit sich selber führen müsse, brachte es der Arzt auf den Punkt. In diesem Zusammenhang müsse auch der Begriff «Gesundheit» betrachtet und vielleicht neu definiert werden. Zeller: «Und ich muss Klarheit über die Wünsche des Patienten haben: Wer nein zu einer Behandlung sagt, will vielleicht nicht Maximalmedizin zur Lebenserhaltung». Der Mediziner sollte sich nicht über das Leben stellen, aber auch nicht über den Lebenswert allein entscheiden. Wer und was letztlich den Zeitpunkt des Sterbens bestimme, das habe auch mit Prognosen zu tun: «Und da könnte ich Ihnen Geschichten mit ganz fantastischen Aussichten erzählen.»

Immer wieder andere Situation

Trotzdem wurde gefragt, ob Maschinen abgestellt, ob technische Medizin auch zurückhaltend eingesetzt werden dürfe, wenn der Körper des Kranken nicht Mehr wolle. In dieser Entscheidungsfindung könne eine Patientenverfügung Erleichterung bringen, ein Hinweis zum weiteren Vorgehen sein. Und trotzdem sei die Situation immer wieder anders und neu. Und immer sei die Nähe und Zuwendung des Partners, der Freunde, der Verwandten absolut nötig, waren alle drei einer Meinung. Und der Glaube - ist er ein Gegensatz zur unterdessen hochtechnisierten Medizin. Da war der Seelsorger an der Reihe: «Sterben begreifen wir als ein heimgehen, als einen Übergang zu einem neuen Leben. Eigentlich müssten wir in dieser Situation danke sagen können für das vergangene Leben und uns freuen aus das Kommende», so Toni Bühlmann.

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