Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Freitag, 30. Mai 2003

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Projekte bringen Befreiung

Brot für alle und Fastenopfer: Erfolgreiche Aktion in der Fastenzeit

Gemeinsame Vorbereitung, ökumenische Veranstaltungen und zwei Projekte: Ruedi Sonderegger und Franco Villa ziehen für die Brot für alle und Fastenopfer-Aktion eine positive Bilanz.

Markus Bösch

Im November hatte begonnen, was im März und April Früchte getragen hat: Die evangelische und katholische Kirchgemeinden hatten gemeinsam Aktionen und Veranstaltungen für die Fastenzeit geplant und im ökumenischen Geist durchgeführt.

«Agenda»

«Alle Mitglieder unserer Kirchgemeinden haben die Agenda und damit die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Thema eingehend oder in einer ruhigen Minute zu beschäftigen. Und mit einem gemeinsamen Familiengottesdienst konnten wir wiederum ein schönes und eindrückliches Zeichen setzen», sagen Ruedi Sonderegger und Franco Villa. Der evangelische Kirchenvorsteher Ruedi Sonderegger ist verantwortlich für das Ressort «Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit». Franco Villa ist katholischer Pfarreirat und leitet die Drittweltgruppe.

Viele dabei

Brot für alle verstehe die Entwicklung als Prozess der Befreiung aus wirtschaftlicher, politischer, kultureller und religiöser Abhängigkeit, die Not, Zwang und Angst verursachen. Es gehe um eine langfristige Entwicklung. «Darum», so Sonderegger, «habe ich mich gefreut über die grosse Beteiligung am Suppentag. Da konnten wir konkrete Informationen über das Projekt weitergeben.» Bereits im zweiten Jahr ist es die Primar- und Sekundarschule Adi Quala in Eritrea. Neben Schul- und Bibelunterricht wird grosser Wert auf die Praxis gelegt. Mit Kollekten und Spenden sind bis jetzt 10 292 Franken zusammengekommen. Konkrete Projekte erlauben es, sich mit Menschen und ihren Geschichten verbunden zu fühlen. Während die Fastenzeit in der evangelischen Kirche keine starke Tradition kennt - da setzt das Blaue Kreuz Impulse mit dem «lohnenden Verzicht» -, ist es für die Katholiken eine wichtige Zeit im Kirchenjahr, so Franco Villa: «Es ist eine Zeit, in der man sich auf sein persönliches Leben, aber auch auf unseren gesellschaftlichen Lebensstil im Geist des Evangeliums besinnt und umkehrt und so mithilft, aus unserem Glauben an Gottes frohe Botschaft für alle Hoffnung und Gerechtigkeit zu ermöglichen.»

«Verstehen verändert»

Mit Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen auf verschiedenen Ebenen stand das Thema «Verstehen verändert» im

Mittelpunkt. Im Fastenopfer-Projekt erhalten Frauen und Mädchen in Oberägypten eine Chance. Neben Alphabetisierung und Gesundheitserziehung geht es auch um die praktische Umsetzung der Rechte der Frauen.

Wichtig für die Menschen, damit sie ein Projekt unterstützen: Sie brauchen Vertrauen und darum auch Informationen. Mit Ausstellungstafel, mit Predigt in Gottesdiensten und am Suppentag ist berichtet worden über die Situation und die Fortschritte im Projektgebiet. Knapp 20 000 Franken wurden bis Mitte Mai gesammelt.

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