Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Montag, 16. Juni 2003

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Die Welt ins Dorf gestellt

Nationenfest bot kulinarische und kulturelle Spezialitäten

Mehr als 1000 Besucher kamen zum Nationenfest. Mit diesem Besucherrekord wurden die Erwartungen der Veranstalter bei weitem übertroffen. Landestypische Spezialitäten und Tänze gaben einen Überblick über die kulturelle Vielfalt in Romanshorn.

Arne Goebel

Was vor vier Jahren seinen bescheidenen Anfang im katholischen Pfarreiheim nahm, hat sich inzwischen zu einem ausgewachsenen Fest entwickelt. Das vierte Nationenfest zog über 1000 Besucher aller Nationalitäten und Altersgruppen an. Rund sechzehn Nationen und Gruppierungen waren an 25 Ständen vertreten.

Durch diese Vielfalt wurde das Nationenfest auch zum Fest der Sinne: Über dem Bodanplatz mischte sich der Duft von gebratenem Spanferkel, Cevapcici und Kebab mit dem von Frühlingsrollen, Curry und Apfelkuchen. Italienische Pasta, brasilianische Geflügelkroketten, russischer Kaviar und diverse Süssspeisen machten den Besuchern die Entscheidung schwer.

Kulturaustausch

Neben Kulinarischem bot das Nationenfest auch einen Einblick in andere Kulturen und Traditionen. Auf der Bühne vor dem Hotel Bodan begeisterten tamilische, kroatische und türkische Kinder das Publikum mit ihren bunten Tanzvorführungen. Zum Festprogramm gehörten ausserdem eine Kampfsportvorfüh-rung, ein chinesischer Drachentanz, Ländlermusik und kubanische Rhythmen. Eine Gruppe aus Bolivien begeisterte das Publikum mit farbenfrohen südamerikanischen Tänzen. Das Festprogramm wurde von Christoph Sutter moderiert, der dabei auch sein Gedicht zum Nationenfest vortrug. «So ist die Welt ins Dorf gestellt, das Ferne eingebunden», heisst es dort.

Integration fördern

«Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen aus so vielen Nationen bereit sind, gemeinsam ein Fest zu feiern», begann Gemeindeammann Max Brunner seine Rede. Dabei ging er auf die Möglichkeit ein, die das Nationenfest bietet, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Voraussetzung hierfür ist, nach Worten Brunners, eine Offenheit für andere Sprachen, Kulturen und Religionen. «Es gibt in Romanshorn bereits einige Anstrengungen, die Integration von Ausländern zu verbessern», erklärte das Gemeindeoberhaupt, das das Nationenfest als einen schönen und praktischen Beitrag zur Integra-tion bezeichnete.

Weniger religiös

Der ursprünglich religiöse Charakter des Festes war in diesem Jahr nicht mehr zu erkennen. «Wir haben festgestellt, dass die Religionen eher trennen als einen», erklärt Initiant Daniel Bischof. Deshalb standen beim diesjährigen Nationenfest vor allem Kultur und Alltagsleben im Vordergrund. Daniel Bischof zeigte sich zufrieden mit dem Fest, sowohl was die Zahl der Besucher als auch den gesamten Ablauf des Nationenfestes anbelangte.

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