Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv des St. Galler Tagblatts vom Donnerstag, 17. Juli 2003

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Für den Frieden musiziert

Unter dem Namen Jemael international engagieren sich fünf palästinensische, jüdische und europäische Musiker für den Frieden in Nahost. Im katholischen Gottesdienst haben sie gegen die Spirale von Gewalt und Gegengewalt angesungen.

Markus Bösch

Eine ungewöhnliche Person steht am Ambo und erzählt von ihrem Anliegen: Die grauen Haare von Bruder Elija aus Deutschland erinnern an Gestalten aus Jesus-Filmen, das Bild Johannes' des Täufers taucht auf. Sein Aufruf hat denn auch zu tun mit dem Heiligen Land, mit dem Nahen Osten.

Beten als erster Schritt

Bruder Elija ist Gast im katholischen Gottesdienst in Romanshorn. Zusammen mit Jennifer aus Österreich, dem jüdischen Musiker Ofer Golany und den beiden palästinensischen Musikern Nabil Abu Nicola und Samyia Asquar ist er unterwegs in Europa. Die fünf Menschen fühlen sich gesendet von Jesus und getragen von Gott: «Auch wenn wir uns ohnmächtig fühlen gegenüber den Bomben und den Besetzungen im Nahen Osten, wollen wir dem Frieden den Weg bereiten. Ein erster Schritt dazu ist das Beten», sagt Bruder Elija.

Musik als Sprache des Herzens

Unterdessen ist aus dem Projekt ein «Netzwerk für eine Kultur der Liebe» unter dem Namen «Jemael international» entstanden. Mit ihrer Musik verschaffen die fünf Menschen ihrem Anliegen nach Frieden im Nahen Osten Nachachtung und setzen gleichzeitig ein eindrückliches Zeichen: Christliche Palästinenser, Europäer und ein Jude verbinden sich mit ihren Liedern und Melodien, die vom Frieden künden. «Wir sind überzeugt von unserer geistlichen Friedensbewegung des Betens, Fastens, der Musik als Sprache des Herzens und der Arbeit an der eigenen Person», sagt Bruder Elija abschliessend. «Trotzdem kann letztlich nur Gott wirklich Licht und Klärung in diese Lage bringen, besonders in jenem Flecken Erde, der so vielen Menschen heilig ist und der die Geschichte Gottes mit den Menschen bezeugt.»

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