Katholische Pfarrei Romanshorn
Details zu den einzelnen Fotos? - Klicken Sie darauf!
Pfarramt+Kontakt+Adressen Pfarramt + Kontakt + AdressenSitemap SitemapImpressum Impressum

Archiv des St.Galler Tagblatts vom Samstag, 13. Dezember 2003

Zum Medienspiegel / Zum Originalartikel

Sich für Menschenrechte einsetzen

Auch die Romanshorner Kirchen engagieren sich für die Einhaltung der Menschenrechte

In zwei verschiedenen Gottesdiensten setzen sich die Evangelische und die Katholische Kirchgemeinde Romanshorn für die Rechte der Menschen und der Gewerkschaften ein.

Markus Bösch

Am Tag der Menschenrechte, der am vergangenen Mittwoch begangen wurde, war zum zweiten, frühmorgendlichen Rorate-Gottesdienst in die Alte Kirche eingeladen worden. Zusammen mit Romanshorner Kindern erzählte Pia Zweili von den Kinderrechten sowie von den Träumen der Kinder, die vielmals zu Albträumen werden können. Wenn beispielsweise in Schwarzafrika Kinder zu Soldaten ausgebildet werden, wenn das Zuhause rumänischer Kinder die Strasse ist oder wenn in der Schweiz Jugendliche vermehrt depressiv werden, zerplatzen Kinderträume wie Seifenblasen. Mit dem Verkauf der Freiheitskerzen von Amnesty International wurde Licht in dieses Leben und diese Verhältnisse gebracht.

Beten und handeln

Dass sich niemand - auch die Kirchen nicht - aus der Politik heraushalten kann, liegt für Dorli Crabtree auf der Hand. Zusammen mit Maria Frei stellt sie im evangelischen Gottesdienst von morgen Sonntag drei Petitionen für Menschen vor, deren Rechte am Arbeitsplatz in China, Kolumbien und der Schweiz nicht gewährleistet sind. Die Besucher werden somit aufgefordert zu beten und zu handeln. Dass sich die Kirchen an diesem Aktionstag mit den Menschenrechten auseinander setzen, hat auch mit der ethischen Perspektive zu tun: Die Wurzeln dieser Rechte fussen in der christlichen Botschaft.

Ein Geschöpf Gottes

Schweigen sei gar nicht möglich, Kirchen könnten sich nicht heraushalten, sagt Pfarrer Adolf Lemke. Schliesslich gehe es um die Würde des Einzelnen. Theologisch sei der Mensch ein Geschöpf Gottes und müsse darum geschützt werden. So haben der schweizerische evangelische Kirchenbund und die Bischofskonferenz festgehalten, dass angesichts des Wandels in der heutigen Zeit menschengerechtes Arbeiten und Leben möglich sei. Dazu gehöre auch das Recht auf Freizeit, beispielsweise auf den Sonntag als Tag der Erholung und der Möglichkeit, sich auf Gott konzentrieren zu können.

Zum Medienspiegel / Zum Originalartikel