Katholische Pfarrei Romanshorn
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Archiv der Thurgauer Zeitung vom Samstag 27. Dezember 2003, Oberthurgau

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Die Musik spielte eine tragende Rolle

Auf eigene Art wurde in den katholischen und evangelischen Gottesdiensten die Weihnachtsgeschichte erzählt.

Romanshorn - Am frühen Abend des Weihnachtstages waren in der katholischen Kirche vor allem Familien angesprochen und angetan von der Weihnachtsfeier. Der Kinderchor «Diä piepsändä Chilämüs» erzählte die Geburtsgeschichte von Jesus mit Bildern, Dialogen und Liedern. Im evangelischen Christnachtgottesdienst wurde diese Botschaft in der Predigt von Pfarrer Adolf Lemke befragt und gedeutet: «Inmitten von Turbulenzen ist Weihnachten noch heute ein Ort der heilen Welt, der Geborgenheit. Und da hinein waren es die Hirten, die als Wegelagerer und Nomaden so plötzlich im Gotteslicht standen.»

Eindrückliche Zwiesprache mit Gott

Schonungslos schildere die Bibel die Menschen jener Zeit, ihre Ängste, ihre Hoffnungen, ihre Gotteserfahrungen, die letztlich zur Verantwortung führen. Gerade auch, weil das Paar Josef und Maria nicht nur harmlose Idylle verbreitet, weil sie in ihren Krisen Hilfe von aussen gebraucht und sie die Botschaft des Heilandes nötig hatten, darum seien sie für ihn das «heilige Paar», so Lemke. Umrahmt wurde die nächtliche Stunde vom Kirchenchor und von Instrumentalisten. Dabei war der fröhliche Ausdruck spürbar von Andreas Szalatnay (Saxofon), Steve Britt (Klarinette) und Tabea Schöll (Keyboard, Orgel).

Zehn Stunden später, im Weihnachtsgottesdienst der katholischen Pfarrei, stand noch einmal und einmal mehr die Musik im Zentrum. Zum 150-Jahr-Jubiläum des Kirchenchores hat dessen Dirigent Martin Duijts eine Weihnachtsmusik geschrieben. Seine Frau und seine Tochter waren mit Blockflöte an der musikalischen Darbietung beteiligt, ebenso Instrumentalisten am Saxofon, Percussion, Metallofon und Orgel. Grundlage dieser Komposition bildeten Texte der Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann. In eindrücklicher Weise wurde mit Gott Zwiesprache gehalten, wurde um Frieden gebetet und darum, dass er auch einen Engel schicken solle, für die Menschen und die kleine Erde, die um die Zukunft ringt. (mbö.)

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