Katholische Pfarrei Romanshorn
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Das Buch Ijob, Kapitel 17

Die Klage des Verwöhnten

1 Mein Geist ist verwirrt, / meine Tage sind ausgelöscht, / nur Gräber bleiben mir.
2 Wahrhaftig, nur Spott begleitet mich. / In Bitterkeit verbringt mein Auge die Nacht.
3 Hinterleg die Bürgschaft für mich bei dir! / Wer würde sonst den Handschlag für mich leisten?
4 Ihr Herz hast du der Einsicht verschlossen, / darum lässt du sie nicht triumphieren.
5 Zum Teilen lädt einer die Freunde ein, / während die Augen seiner Kinder verschmachten.
6 Zum Spott für die Leute stellte er mich hin, / ich wurde einer, dem man ins Gesicht spuckt.
7 Vor Kummer ist mein Auge matt, / all meine Glieder schwinden wie Schatten dahin.
8 Darüber entsetzen sich die Redlichen, / der Reine empört sich über den Ruchlosen.
9 Doch der Gerechte hält fest an seinem Weg, / wer reine Hände hat, gewinnt an Kraft.
10 Ihr alle, kehrt um, kommt wieder her, / ich finde ja noch keinen Weisen bei euch.

Die Not des Verzweifelten

11 Dahin sind meine Tage, / zunichte meine Pläne, meine Herzenswünsche.
12 Sie machen mir die Nacht zum Tag, / das Licht nähert sich dem Dunkel.
13 Ich habe keine Hoffnung. / Die Unterwelt wird mein Haus, / in der Finsternis breite ich mein Lager aus.
14 Zur Grube rufe ich: Mein Vater bist du!, / Meine Mutter, meine Schwester!, zum Wurm.
15 Wo ist dann meine Hoffnung / und wo mein Glück? Wer kann es schauen?
16 Fahren sie zur Unterwelt mit mir hinab, / sinken wir vereint in den Staub?