Katholische Pfarrei Romanshorn
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Das Buch Jesaja, Kapitel 15

1 Ausspruch über Moab: Über Nacht wurde Ar verwüstet, / ging Moab zugrunde. Über Nacht wurde Kir verwüstet, / ging Moab zugrunde.
2 Die Tochter Dibon steigt zu den Kulthöhen hinauf, / um dort zu klagen. Über Nebo und Medeba jammert Moab. / Jeder Kopf ist kahl geschoren, / alle Bärte hat man abgeschnitten.
3 Auf den Gassen geht man in Trauergewändern, / alle weinen auf den Dächern und Plätzen / und zerfliessen in Tränen.
4 Heschbon schreit und Elale, / bis nach Jahaz ist ihre Stimme zu hören. Darum zittern die Krieger von Moab, / ihre Seele verzagt.
5 Mein Herz schreit auf wegen Moab; / bis nach Zoar fliehen die Menschen [bis Eglat-Schelischija]. Die Steige von Luhit steigt man weinend hinauf. / Auf dem Weg nach Horonajim schreien die Leute über das Unglück.
6 Die Quellen von Nimrim versiegen; / das Gras ist verwelkt; verdorrt sind die Wiesen; / alles Grün ist verschwunden.
7 Darum schleppen sie ihre letzte Habe / und ihre Vorräte über den Weidenbach fort.
8 Überallhin dringt das Klagegeschrei, / bis an die Grenzen von Moab. Bis nach Eglajim hört man das Jammern, / man hört es bis Beer-Elim.
9 Voll Blut sind die Bäche von Dibon. / Doch ich bringe über Dibon noch grösseres Unglück: Löwen über die aus Moab Entronnenen, / über den Rest von Adama.