Katholische Pfarrei Romanshorn
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Die Psalmen, Kapitel 5

Ein Gebet zum Morgenopfer

1 [Für den Chormeister. Zum Flötenspiel. Ein Psalm Davids.]
2 Höre meine Worte, Herr, / achte auf mein Seufzen!
3 Vernimm mein lautes Schreien, mein König und mein Gott, / denn ich flehe zu dir.
4 Herr, am Morgen hörst du mein Rufen, / am Morgen rüst ich das Opfer zu, halte Ausschau nach dir.
5 Denn du bist kein Gott, dem das Unrecht gefällt;/ der Frevler darf nicht bei dir weilen.
6 Wer sich brüstet, besteht nicht vor deinen Augen;/ denn dein Hass trifft alle, die Böses tun.
7 Du lässt die Lügner zugrunde gehn, / Mörder und Betrüger sind dem Herrn ein Gräuel.
8 Ich aber darf dein Haus betreten / dank deiner grossen Güte, ich werfe mich nieder in Ehrfurcht / vor deinem heiligen Tempel.
9 Leite mich, Herr, in deiner Gerechtigkeit, / meinen Feinden zum Trotz; / ebne deinen Weg vor mir!
10 Aus ihrem Mund kommt kein wahres Wort, / ihr Inneres ist voll Verderben. Ihre Kehle ist ein offenes Grab, / aalglatt ist ihre Zunge.
11 Gott, lass sie dafür büssen; / sie sollen fallen durch ihre eigenen Ränke. Verstosse sie wegen ihrer vielen Verbrechen; / denn sie empören sich gegen dich.
12 Doch alle sollen sich freuen, die auf dich vertrauen, / und sollen immerfort jubeln. Beschütze alle, die deinen Namen lieben, / damit sie dich rühmen.
13 Denn du, Herr, segnest den Gerechten. / Wie mit einem Schild deckst du ihn mit deiner Gnade.