Katholische Pfarrei Romanshorn
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Das Buch Jesus Sirach, Kapitel 33

1 Wer den Herrn fürchtet, den trifft kein Unheil; / fällt er in Versuchung, wird er wieder befreit.
2 Wer das Gesetz verabscheut, ist nicht weise, / er schwankt wie ein Schiff im Sturm.
3 Ein verständiger Mann ist redekundig, / seine Weisung ist zuverlässig wie ein Losentscheid.
4 Richte deine Rede erst zurecht, dann halte sie! / Zuerst ein Haus zum Wohnen, dann zieh ein!
5 Wie ein Wagenrad ist das Herz des Toren, / wie ein rollendes Rad sind seine Gedanken.
6 Wie ein geiles Ross ist ein gehässiger Freund, / unter jedem Reiter wiehert es.

Die Rangordnung der Dinge

7 Warum unterscheidet sich ein Tag vom andern, / wo doch alles Licht im Jahr von der Sonne kommt?
8 Durch die Weisheit des Herrn sind sie unterschieden / und es gibt unter ihnen Feiertage.
9 Die einen hat er gesegnet und geheiligt, / die andern zu gewöhnlichen Tagen gemacht.
10 Alle Menschen sind aus Lehm geformt, / aus Staub ist der Mensch gemacht.
11 Die Weisheit des Herrn hat sie unterschieden / und ihre Wege verschieden festgesetzt.
12 Die einen von ihnen segnete und erhöhte er, / die einen heiligte er und liess sie sich nahe kommen; die andern verfluchte und erniedrigte er / und stiess sie aus ihrem Amt.
13 Wie Ton in der Hand des Töpfers, / geformt nach seinem Belieben, so ist der Mensch in der Hand seines Schöpfers, / von ihm erhält er sein Geschick.
14 Neben dem Bösen das Gute, neben dem Leben der Tod, / neben dem Guten der Frevler.
15 Schau hin auf alle Werke Gottes: / Alle sind sie paarweise geschaffen, eins entspricht dem andern.
16 Auch ich bin als Letzter eifrig gewesen, / wie einer, der Nachlese hält hinter den Winzern.
17 Mit Gottes Segen bin ich vorangekommen, / wie ein Winzer habe ich die Kelter gefüllt.
18 Seht, nicht für mich allein habe ich mich geplagt, / sondern für alle, die Bildung suchen.
19 Hört auf mich, ihr Grossen des Volkes, / ihr Vorsteher der Gemeinde, horcht auf!

Die Herrschaft im Haus

20 Sohn und Frau, Bruder und Freund, / lass sie nicht herrschen über dich, solange du lebst.
21 Solange noch Leben und Atem in dir sind, / mach dich von niemand abhängig! Übergib keinem dein Vermögen, / sonst musst du ihn wieder darum bitten.
22 Besser ist es, dass deine Söhne dich bitten müssen, / als dass du auf die Hände deiner Söhne schauen musst.
23 In allen deinen Taten behaupte dich als Herr / und beschmutze deine Ehre nicht!
24 Wenn deine Lebenstage gezählt sind, / an deinem Todestag, verteil das Erbe!
25 Futter, Stock und Last für den Esel, / Brot, Schläge und Arbeit für den Sklaven!
26 Gib deinem Sklaven Arbeit, sonst sucht er das Nichtstun. / Trägt er den Kopf hoch, wird er dir untreu.
27 Joch und Strick beugen den Nacken, / dem schlechten Sklaven gehören Block und Folter.
28 Gib deinem Sklaven Arbeit, damit er sich nicht auflehnt; /
29 denn einem Müssigen fällt viel Schlechtigkeit ein.
30 Befiehl ihn zur Arbeit, wie es ihm gebührt; / gehorcht er nicht, leg ihn in schwere Ketten! Aber gegen keinen sei masslos / und tu nichts ohne gutes Recht!
31 Hast du nur einen einzigen Sklaven, / halt ihn wie dich selbst; / denn wie dich selbst hast du ihn nötig. Hast du nur einen einzigen Sklaven, / betrachte ihn als Bruder, / wüte nicht gegen dein eigenes Blut!
32 Behandelst du ihn schlecht / und er läuft weg und ist verschwunden, /
33 wie willst du ihn wieder finden?