Katholische Pfarrei Romanshorn
Details zu den einzelnen Fotos? - Klicken Sie darauf!
Pfarramt+Kontakt+Adressen Pfarramt + Kontakt + AdressenSitemap SitemapImpressum Impressum

Das Buch der Sprichwörter, Kapitel 5

1 Mein Sohn, merk auf meinen weisen Rat, / neige meiner Einsicht dein Ohr zu,
2 damit du Besonnenheit bewahrst / und deine Lippen auf Klugheit achten.
3 Denn die Lippen der fremden Frau triefen von Honig, / glatter als Öl ist ihr Mund.
4 Doch zuletzt ist sie bitter wie Wermut, / scharf wie ein zweischneidiges Schwert.
5 Ihre Füsse steigen zur Totenwelt hinab, / ihre Schritte gehen der Unterwelt zu.
6 Den ebenen Pfad zum Leben verfehlt sie, / sie geht krumme Wege und merkt es nicht.
7 Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich, / weicht nicht ab von den Worten, die mein Mund spricht.
8 Halte deinen Weg von ihr fern, / komm ihrer Haustür nicht nahe!
9 Sonst schenkst du andern deine Kraft, / deine Jahre einem Rücksichtslosen;
10 sonst sättigen sich Fremde an deinem Besitz, / die Frucht deiner Arbeit / kommt in das Haus eines andern
11 und am Ende wirst du stöhnen, / wenn dein Leib und dein Fleisch dahinsiechen.
12 Dann wirst du bekennen: / Weh mir, ich habe die Zucht gehasst, / mein Herz hat die Warnung verschmäht;
13 ich habe nicht auf die Stimme meiner Erzieher gehört, / mein Ohr nicht meinen Lehrern zugeneigt.
14 Fast hätte mich alles Unheil getroffen / in der Versammlung und in der Gemeinde.
15 Trink Wasser aus deiner eigenen Zisterne, / Wasser, das aus deinem Brunnen quillt.
16 Sollen deine Quellen auf die Strasse fliessen, / auf die freien Plätze deine Bäche?
17 Dir allein sollen sie gehören, / kein Fremder soll teilen mit dir.
18 Dein Brunnen sei gesegnet; / freu dich der Frau deiner Jugendtage,
19 der lieblichen Gazelle, der anmutigen Gämse! / Ihre Liebkosung mache dich immerfort trunken, / an ihrer Liebe berausch dich immer wieder!
20 Warum solltest du dich an einer Fremden berauschen, / den Busen einer andern umfangen?
21 Denn der Weg eines jeden liegt offen vor den Augen des Herrn, / er achtet auf alle seine Pfade.
22 Der Frevler verfängt sich in der eigenen Schuld, / die Stricke seiner Sünde halten ihn fest.
23 Er stirbt aus Mangel an Zucht, / wegen seiner grossen Torheit stürzt er ins Verderben.