Katholische Pfarrei Romanshorn
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Das Buch der Sprichwörter, Kapitel 21

1 Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn; / er lenkt es, wohin er will.
2 Jeder meint, sein Verhalten sei richtig, / doch der Herr prüft die Herzen.
3 Gerechtigkeit üben und Recht / ist dem Herrn lieber als Schlachtopfer.
4 Hoffart der Augen, Übermut des Herzens - / die Leuchte der Frevler versagt.
5 Die Pläne des Fleissigen bringen Gewinn, / doch der hastige Mensch hat nur Mangel.
6 Wer Schätze erwirbt mit verlogener Zunge, / jagt nach dem Wind, er gerät in die Schlingen des Todes.
7 Gewalttat reisst die Frevler hinweg, / denn sie weigern sich, das Rechte zu tun.
8 Der Weg des Unehrlichen ist gewunden, / aber das Tun des Lauteren ist gerade.
9 Besser in einer Ecke des Daches wohnen / als eine zänkische Frau im gemeinsamen Haus.
10 Das Verlangen des Frevlers geht nach dem Bösen, / sein Nächster findet bei ihm kein Erbarmen.
11 Muss der Zuchtlose büssen, / so wird der Unerfahrene weise, / belehrt man den Weisen, so nimmt er Einsicht an.
12 Der Gerechte handelt klug am Haus des Frevlers, / wenn er die Frevler ins Unheil stürzt.
13 Wer sein Ohr verschliesst vor dem Schreien des Armen, / wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft.
14 Eine heimliche Gabe besänftigt den Zorn, / ein Geschenk aus dem Gewandbausch den heftigen Grimm.
15 Der Gerechte freut sich, wenn Recht geschieht, / doch den Übeltäter versetzt das in Schrecken.
16 Wer abirrt vom Weg der Einsicht, / wird bald in der Versammlung der Totengeister ruhen.
17 Der Not verfällt, wer Vergnügen liebt, / wer Wein und Salböl liebt, wird nicht reich.
18 Für den Gerechten dient der Frevler als Lösegeld, / anstelle des Redlichen der Treulose.
19 Besser in der Wüste hausen / als Ärger mit einer zänkischen Frau.
20 Ein kostbarer Schatz ist in der Wohnung des Weisen, / aber ein törichter Mensch vergeudet ihn.
21 Wer nach Gerechtigkeit und Güte strebt, / findet Leben und Ehre.
22 Der Weise ersteigt die Stadt der Mächtigen / und stürzt das Bollwerk, auf das sie vertraut.
23 Wer seinen Mund und seine Zunge behütet, / der behütet sein Leben vor Drangsal.
24 Der Freche und Stolze, einen Zuchtlosen nennt man ihn, / er handelt in masslosem Übermut.
25 Den Faulen bringt sein Begehren um, / denn zu arbeiten weigern sich seine Hände;
26 den ganzen Tag begehrt er voll Gier, / der Gerechte aber gibt, ohne zu geizen.
27 Das Opfer der Frevler ist (dem Herrn) ein Gräuel, / zumal wenn es in schlechter Absicht dargebracht wird.
28 Ein falscher Zeuge geht zugrunde, / wer aber zu hören versteht, redet erfolgreich.
29 Der Frevler zeigt Trotz in seiner Miene, / der Redliche ordnet seine Wege.
30 Keine Weisheit gibt es, keine Einsicht, / keinen Rat gegenüber dem Herrn.
31 Das Ross wird gerüstet für den Tag der Schlacht, / doch der Sieg steht beim Herrn.