Katholische Pfarrei Romanshorn
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Katholische Arbeitnehmer- und -nehmerinnenbewegung (KAB) St. Johannes Romanshorn

Auseinandersetzung mit sozialen Themen

Aktuelle Liste der Veranstaltungen 2017

Gemeinsam Entscheidungen treffen

Romanshorn Ein Sozialethiker, eine Palliativpflegerin und eine Spitalseelsorgerin diskutierten über das «gute Lebensende».

Es gehe nicht nur um Geld, sondern vor allem auch um die innere Haltung.

Wenn ein Sozialethiker, eine Palliativpflegerin und eine Spitalseelsorgerin über das „gute Lebensende“ diskutieren, gibt es grundsätzliche und wichtige Antworten: Die kath. Arbeitnehmer- und -nehmerinnen Bewegung (KAB) Romanshorn hatte zum hochkarätigen Podium am Donnerstag, 28.9.2017, eingeladen.

Markus Bösch, Text und Bild

Sind es heute zunehmend die Krankenkassen, Ärzte und das Geld, die über Leben und Tod des Einzelnen bestimmen? Und wie ge-hen Pflegeheime und wir als ganze Gesellschaft mit einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung um? Unter der Leitung von KAB-Vizepräsident und Kantonsrat Hanspeter Heeb diskutierten Fachleute über das Thema „Geld, Tod und Schmerz“.

Bild Podium (von li.) Hanspeter Heeb, Brighit Stahel, Karin Kaspers-Elekes und Thomas Wallimann-Sasaki

(von li.) Hanspeter Heeb, Brighit Stahel, Karin Kaspers-Elekes und Thomas Wallimann-Sasaki

Wenn Menschen älter werden, mit Krankheit und Einschränkungenkonfrontiert werden, brauchen sie Begleitung: „Es gilt, gemeinsam zu Entscheidungen zu gelangen, wie das Lebensende gestaltet sein will. Der Mensch ist von Anfang an bis zum Schluss auf Beziehung angelegt. Das sehen wir in unserer Arbeit in der Palliativpflege und als Spitalseelsorgerin“, sagten Brighit Stahel als pensionierte Pflegefachfrau und Karin Kaspers-Elekes als Spital-Seelsorgerin in Münsterlingen. Genau darum sei Palliative Care wichtig und darum brauche es entsprechende Strukturen, so der Theologe und Sozialethiker Thomas Wallimann-Sasaki: „Und Autonomie sollte eben nicht erst am Lebensende ein Thema sein sondern während dem ganzen Leben, auch in Schule und Arbeit.“

Lebensqualität nachspüren

Auf die Frage nach dem Umgang mit den Bewohnern von Pflegeheimen (Ist da nicht einfach die Behandlung „sauber, satt und sediert“ angesagt?), gerade auch, wenn sie dement werden, äusserten sich die PodiumsteilnehmerInnen unmissverständlich: „Einen solchen Umgang sehen wir heute nicht mehr – im Gegenteil: Die Haltung gegenüber den pflegebedürftigen Menschen ist entscheidend. Auch wenn es schwierig ist, über Demenz zu reden und damit umzugehen, für alle Beteiligten, gilt es doch zu beachten: Wir müssen vorsichtig sein, wenn wir gemeinsam mit diesen Menschen, ihrer Lebensqualität nachspüren. Auch hier ist wieder Beziehung gefragt – gerade, wenn in diesem Zusammenhang die Frage nach dem begleiteten Suizid auftaucht.“

Genug Geld vorhanden

Es brauche menschenfreundliche Kontexte, damit man bis zum Ende verantwortungsvoll leben könne. Dazu gehörten auch die entsprechenden, finanziellen Mittel. Und die seien ganz klar vor-handen: „Wenn es uns ein Anliegen ist, für die jungen und die alten Menschen zu sorgen, dann kann dies auch finanziert werden. Denn es ist genug Geld da. Vielleicht auch durch einfach zu schaffende, neue Quellen wie etwa eine Finanztransaktionssteuer, sagte Wallimann abschlies-send als Politiker.

Ein Podiumsgespräch zum Thema «Flüchtlinge – Potenzial, nicht nur Last»

Flüchtlinge wollen gebraucht werden auch wenn ihre Flucht in der Schweiz ein vorläufi-ges Ende gefunden hat, sind die Probleme nicht weg. Für eine erfolgreiche Integration brauchen sie sinnvolle Aufgaben, Arbeit, und letztlich ist Bildung das A und O.

Die Konflikte werden nicht weniger, damit verbunden ist das Ansteigen der Flüchtlinge. Auch die Schweiz hat sich mit den gesellschaftlichen und politischen Folgen und Problemen zu beschäf-tigen.

Es ist mit ein Verdienst der KAB (katholische Arbeitnehmerbewegung) Romanshorn, dass sozial relevante Themen immer wieder aufgegriffen werden. Am vergangenen Mittwoch, 7. September 2016 tat sie es mit einer Podiumsrunde: Unter der Leitung von Hanspeter Heeb diskutieren Elvi-ra Zuppinger (Arbeitsgemeinschaft Asylsuchende Thurgau, AGAThu), Karin Flury (Seelsorgerin im Empfangs- und Verfahrenszentrum für Asylsuchende, Kreuzlingen) und der hiesige Stadtrat Peter Eberle. Mit dabei Jeyarani Ravi aus Sri Lanka und Weldekidam Selemawit aus Eritrea.

Talente

Für die beiden Frauen war es in der Folge nicht leicht, sich in die Diskussion einzubringen, auch weil es Mut braucht, sich mit wenig Deutschkenntnissen mitzuteilen. Obwohl im Fall von Jeya-rani Ravi rasch klar wurde: Wer sicht nicht so gut in der deutschen Sprache ausdrückt, kann trotzdem dieser Sprache mächtig sein, halt einfach auf Schriftlichem Weg. Und etwas Zweites kristallisierte sich im Verlauf des Abends heraus: Bildung ist das A und O für eine erfolgreiche Integration, bei-spielsweise in einen eventuellen Arbeitsprozess:

«Gleichzeitig braucht es individuelle Abklärungen der Flüchtlinge, die in ihren Heimatländern oft nur einige Jahre an Schulbildung genossen haben. Und die ist zudem nicht immer gleichwertig mit der unsrigen», wurde festgehalten. Podiusmteilnehmer

Unter der Leitung von Hanspeter Heeb diskutierten Elvira Zuppinger (Arbeitsgemeinschaft Asylsuchende Thurgau, (AGAThu), Karin Flury (Seelsorgerin im EVZ Kreuzlingen), Stadtrat Peter Eberli, Romanshorn sowie die beiden Frauen aus den Fluchtgebieten Sri Lanka und Eritrea

Möglichst früh

Gleichwohl sei es nicht einfach, manchmal unmöglich, Flüchtlinge über Arbeit einzubinden, würden doch gerade die Arbeitsplätze für wenig qualifizierte immer weniger, so die Integrations-verantwortliche Sibylle Hug. «Und doch: Jede Institution hat Möglichkeiten, Potenziale dieser Menschen aufzunehmen. Ich bin überzeugt, dass wir sie möglichst früh packen müssen, ihnen auch gesellschaftlich sinn-volle Aufgaben zu übertragen. Dann fühlen sie sich gebraucht. Sie sind stolz, etwas tun zu kön-nen. Für sich und für uns», sagte Elvira Zuppinger und erzählte von zahlreichen, entsprechen-den Erlebnissen mit Flüchtlingen. Mit in Betracht gezogen werden müssten allerdings auch jene, die aufgrund ihrer Flucht trauma-tisiert hierher kommen. Sie bräuchten zuerst Betreuung, bevor man an Integration und Arbeiten denken könne, so die Seelsorgerin Karin Flury. Und nicht zu vergessen seien die finanziellen Belastungen für Bund, Kantone und später die Gemeinden. Mit zunehmenden Flüchtlingsströ-men komme da noch einiges auf uns und unsere Sozialsysteme zu, ist Peter Eberle überzeugt.

Solinetz mit Frauentreff

Sie brächten Talente mit, die sie einbringen wollten. So könnten sie bei uns richtig an-kommen, betonte Conny Ackermann vom Solinetz Romanshorn. Es brauche Angebote, damit Schritte aufeinander zugehen stattfinden könnten. Jeweils am Mittwoch treffen sich Asylbewerber und Einheimische von 19 bis 22 Uhr im Jugendtreff, und neu gibt es am Montag von 15 bis 17 Uhr einen Frauentreff in der Gemeindestube des evangeli-schen Kirchgemeindehauses.

Markus Bösch

KAB gestern und heute

Am 21. April 1907 wurde die Sektion Romanshorn in der Kaplanei gegründet. Damals bekannten sich 26 Männer schriftlich zum neuen KAB-Verein. Die Mitglieder waren alle mehrheitlich Arbeiter.

Im Jahre 2007 feierten wir unser 100-jähriges Bestehen. (siehe Auszüge des Bilderbuches, Gottesdienste zum Erntedank, Vortrag Staat und Kirche). Die Festschrift: «100 Jahre unterwegs vom Verein zur Bewegung» (im A5-Format) und das Bilderbuch mit Legenden liegen im Archiv bei der kath. Kirchgemeinde auf.

Dem Verein stehen ein Präses und ein Vorstand vor.

Wen wollen wir ansprechen?

Bei uns sind alle sozial interessierten herzlich willkommen, ob Frau oder Mann und jeden Alters. Den Konfessionen stehen wir offen gegenüber.

Was bieten wir?

Wir sind bestrebt jährlich ein Programm zu erstellen, das möglichst für alle etwas hat, sowohl in gesellschaftlicher als auch in sozial-politischer Hinsicht. Die "eher" gesellschaftlichen Anlässe, wie die Hauptversammlung oder die Adventsfeier sind für unsere Mitglieder bestimmt. Die sozial-politischen Veranstaltungen sind auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Bei den sozial-politischen Veranstaltungen möchten wir auch diejenigen ansprechen, die sich mit Fragen zur Glaubensvertiefung und der Ethik auseinandersetzen wollen.
Diese Veranstaltungen werden meist auch in öffentlichen Zeitungen angekündigt bzw. ein Bericht später dazu veröffentlicht. Zu diesen Veranstaltungen laden wir, wenn immer möglich, auch fachspezifische Referenten ein.

Ab und zu laden wir auch zu einem «Treffli-Höck» ein, der öffentlich ist. Wenn es sich anbietet, so laden wir auch da eine Referentin, einen Referenten zu einem brisanten Thema ein und wir diskutieren in ungezwungener Atmosphäre.

Wir unterstützen und helfen aber auch bei den Pfarreianlässen mit und organisieren jährlich Familienbesuche von St. Nikolaus.

Ansprechperson

Franziska Heeb

Seeblickstrasse 9A
8590 Romanshorn

Tel. 071 463 27 53
Mitteilung schreiben

Ausgewählte Artikel

Gesprächsrunden: «Treffli-Höcks» aus den Jahren 2008-2015

Alle Artikel in einem Dokument (pdf, 894 kB)

Inhaltsverzeichnis:

  • Gesprächsrunden 2015
    • Otto Hug, Kantonalpräsident Thurgau diskutiert zu: "Gemeinsam in die Zukunft"; Mi. 28.10.2015; 18.30h
    • Sibylle Hug, Leiterin Fachstelle Integration in Romanshorn, schilderte ihren Auftrag anhand von Beispielen und stellte sich den Fragen der Anwesen; Mi. 2.6.; 19.00h
  • Gesprächsrunden 2012
    • Urs Oberholzer über seine ersten Erfahrungen als Gemeinderat ; Mi. 21.3.; 19.00h
    • Paula Silva über Projekte zur besseren Integration;Mi. 13.6.; 19.00h
  • Gesprächsrunden 2011
    • Stefan Günter im Gespräch; Mi. 23.2.; 19.00h
    • Hat der Theologiekurs Loser's Blickwinkel verändert?; Mi. 25.5.; 19.00h
  • Gesprächsrunden 2010
    • Heinz Brüllhardt plaudert aus der Schule; Mi.29.9.2010; 19.00h
  • Gesprächsrunden 2009
    • Gedankenaustausch mit Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann; Mi. 29.4.; 19.00h
    • Lorenz Joos informiert die KAB über den geplanten Umbau des Pfarreiheims; Mi. 26.8.; 19.00 h
    • Daniel Frischknecht (EDU) – hält Rückschau:
    • Was konnte er aus christlich-sozialer Sicht einbringen?; Mi. 30.9.; 19.00 h
  • Gesprächsrunden 2008
    • Anforderungsprofil eines christlich-sozialen Kandidaten
    • Helena Städler-Fleischmann – Kandidatin Sek-Behörde; Mi. 06.02.;19.00h
    • Christlich-soziale im Gespräch: Urs Oberholzer, (GP), Daniel Frischknecht (EDU)
    • und Cyrill Bischof (CVP); Mi. 27.02.; 19.00h
    • Anjuska Weil-Goldstein, Zürich:Rückblick auf 1968; Mi. 30.04.; 19.00h
    • Max Tobler, Dorfhistoriker Wo einst ein schöner Riegelbau stand; Mi. 28.05.; 19.00 h
    • Gerichtspräsident Ralph Zanoni bei der KAB; Mi. 25.06.; 19.00h
    • RA Dr. iur. Marlies Näf-Hofmann zu Palliativ-Pflege;Mi. 29.10.; 19.00h
    • Norbert Senn gibt Insiderinformationen; Mi. 26.11.; 19.00h

Archiv der Veranstaltungen